Ronja

Biografie


biografie

Ronja. Der Name ist Programm. Die Assoziation zur gleichnamigen Romanfigur passt wie die Tasten aufs Klavier. In ihrer Musik fängt die Singer-Songwriterin genau die Mischung aus verrücktem, wilden Frühlingsschrei und feinfühliger Emotionalität ein.

Wie das Räubermädchen wuchs auch Ronja Pauline als Jüngste im Haus und mit leidenschaftlichem Musizieren auf. Nur wurde die Musik bei ihr ein deutlich wichtigerer, ja  unverzichtbarer Teil des Lebens. Ob beim Musizieren in der Familie, mit Freunden am Lagerfeuer oder auch im Alltag  - ohne ein Lied auf den Lippen geht es nicht. „Ich habe öfter den Spitznamen ,Radioʻ bekommen, weil ich ständig unterbewusst vor mich hin gesungen habe.“

Nach dem klassischen Start mit der Blockflöte, folgte mit fünf Jahren das Klavier und damit auch schon die ersten kleinen Eigenkompositionen. Orgel-, Saxophon- und Gesangsunterricht lösten die alten Instrumente ab und erweiterten Ronjas musikalischen Horizont. Sie begann in mehreren Big Bands zu spielen und entdeckte die Welt des Jazz, wobei vor allem die Zeit im Landesjugendjazzorchester Bayern für sie prägend war. Im Alter von 12 Jahren begann sie autodidaktisch das Gitarre spielen zu lernen und schrieb ihre ersten Umwelt- und Protestsongs. Zu diesem Zeitpunkt dominierte allerdings ihre Leidenschaft zum Theater und neben den Auftritten im Kinder- und Jugendensemble des Landestheaters Oberpfalz schlief das Songwriting wieder ein wenig ein.

Erst in der 11. Klasse nimmt Ronja es wieder auf und es entsteht unter anderem das Lied „Schmerzfrei“. „Ich habe den Song damals für meine beste Freundin geschrieben, die unter Depressionen litt und die ich in dem Song dazu einlade von ihrem Schmerz zu erzählen, anstatt ihn in sich hineinzufressen.“

Noch während der Schulzeit spielt Ronja auf verschiedenen Veranstaltungen in der Region Weiden, wie interkulturellen Benefizkonzerten, einem Weinabend oder im „Kultourbus“ bei der Veranstaltung „Kunstgenuss bis Mitternacht“. „Damals habe ich auch noch viele Coversongs  gespielt und bin öfter mit einer Freundin unter dem Namen „Kleo“ aufgetreten, aber vor allem nach  dem Abitur hat sich das verändert. Die eigenen Songs wurden mehr, die Cover weniger.“

MEINE MUSIK - MEINE SEELE

2018 passiert dann vieles Schlag auf Schlag. Ronja wird von ihren WG-Mitbewohnern überredet, sich beim „Song Slam“ in der „Alten Mälze“ zu versuchen und zieht auch  prompt ins Jahresfinale ein. Hinzu kommen vier Tage im Studio eines Freundes, wo mithilfe von befreundeten Musikern und ihrer großen Schwester die Aufnahmen für die erste EP „Türen Auf“ entstehen. Fast alle Songs sind noch aus Schulzeiten und werden das erste Mal als Bandarrangement gespielt.

„Wir haben das alles in Eigenregie gemacht. Tonstudio, Band, CD-Cover und so weiter. Ohne die ganze Unterstützung von Freunden und Familie wäre das nicht möglich gewesen.“ Bis die CD fertig ist vergehen nochmal vier Monate, in denen viele weitere Lieder entstehen, die im Juli beim Release-Konzert in einem Abendfüllenden Programm mündeten.

In ihren  poetischen, deutschen Texten beschäftigt Ronja sich mit einer Vielfalt von Themen und holt das Publikum durch ihre natürliche Ausstrahlung in das Geschehen hinein. Fast jede und jeder findet sich in ihren Songs wieder und wird von der Musik berührt, ob sie nun von ihren Reisen, dem Drang nach weniger Perfektionismus oder altem Liebeskummer erzählt ist dabei unerheblich.

Den Sommer vor ihrem Studienstart nutzt die Wahlregensburgerin, um vor allem auch überregional Gigs zu spielen. Gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern tritt sie in Bars und Kneipen in Erlangen, Ansbach und Regensburg auf, spielt weiter Song Slams, unter anderem in Leipzig, und selbst beim Familienbesuch in Mainz ergibt sich ein Auftritt.

Nebenher nutzt sie die Straßenmusik um frei und spontan ihrer Leidenschaft nachzugehen und unter anderem die Reisen zu anderen Auftritten zu finanzieren.